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Das Instituto Cervantes in München organisiert derzeit eine Veranstaltungsreihe
unter dem Titel Das historische Gedächtnis
in Spanien
Nähere Informationen finden Sie hier: Programm
| 11. und 12. Mai, 19.30 Uhr |
Knapp zwei Wochen vor dem Symposium „Kultur des Erinners – Vergangenheitsbewältigung
in Spanien“ in Berlin findet am 11. und 12. Mai in Barcelona eine thematisch
verwandte Veranstaltung statt, organisiert von Goethe-Institut und
CCCB:
Das lange Schweigen – 60 Jahre nach Kriegsende
Die Verarbeitung der Vergangenheit in der Familie und in der
Literatur
Vorträge und Diskussionsrunden
Mittwoch,11. und Donnerstag, 12. Mai 2005 um 19.30 Uhr
CCCB
Montalegre, 5
Barcelona
In Deutsch und Spanisch mit Simultanübersetzung
Eintritt frei
tf.: 93 306 41 00
Organisiert vom Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit dem CCCB
Im Mai jährt sich das Ende der Terrorherrschaft des Nationalsozialismus
zum 60. Mal. Das Goethe-Institut möchte aus diesem Anlass öffentlich
darüber nachdenken, wie es um die gesellschaftliche Aufarbeitung
dieses Themas in Deutschland steht. In der letzten Zeit sind etliche
Bücher publiziert worden, in denen Verwandte von Soldaten oder Nazifunktionären
deren Geschichte erforschen. Familiäre Tabus werden gebrochen – ein
schmerzhafter Prozess.
In zwei gemeinsamen Veranstaltungen von Goethe-Institut
und CCCB diskutieren deutsche Autoren und Wissenschaftler mit spanischen
und internationalen Kollegen, die sich mit der Aufarbeitung des spanischen
Bürgerkriegs
und der Franco-Diktatur befassen.
In der ersten Veranstaltung geht es darum,
zu zeigen, wie Autoren das Thema behandeln, deren Angehörige im Krieg eine Rolle gespielt haben
und heute die Protagonisten der Bücher sind. Die deutschen Autoren
Uwe Timm und Thomas Medicus treffen auf Juan Marsé, um über
die Erinnerung und das Familiengedächtnis in ihrem literarischen
Werk zu sprechen.
Mehr Information unter www.goethe.de/barcelona
Europäische Erzähler
Lesung: Rafael Chirbes
Moderation: Katharina Döbler
Sie heißen Guzmán, Carlos, Demetrio oder Pedrito, sie
sind in ihren Fünfzigern; alte Freunde, die in ihrer Jugend gegen die
Francodiktatur gekämpft haben. „Jubiläumsessen der alten Genossen“ steht über
der gedruckten Menükarte, und darunter stehen Gerichte wie Gänseconfit
mit Foieklößchen oder Reismehlravioli, gefüllt mit Steinpilzen.
Zum Trinken gibt es Pommery und einen 86er Tinto Pesquera. Heute sind sie
Bauunternehmer, für die Sozialdemokraten in Brüssel oder als Literaten
gescheitert. Rafael Chirbes, einer der auch hierzulande meistgelesenen spanischen
Romanciers, erzählt in „Alte Liebe” (aus dem Spanischen von Dagmar Ploetz),
dem dritten Band seiner Spanientrilogie, von den verlorengegangenen Utopien:
vom Sozialismus und der Liebe.
In Kooperation mit dem Instituto Cervantes und dem Literarischen Zentrum
Göttingen.
Eintritt: 5 Euro / 3 Euro
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