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Juan AranzadiJuan Aranzadi ( geb. 1949 in Santurce/Vizcaya)

Aranzadi ist Schriftsteller und Professor für Anthropologie an der Fernuniversität UNED (Universidad Nacional de Educación a Distancia). Aranzadi, der u.a. auch für die Tageszeitung El País schreibt, hat Milenarismo Vasco (1982, Neuauflage 2000) veröffentlicht, einen Band vermischter Miszellen zum ‚baskischen Problem'.


Walther L. BerneckerWalther L. Bernecker
(geb. 1947 in Dollnstein)

Walther L. Bernecker ist Professor für Auslandswissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg. Er ist Autor zahlreicher Publikationen zur spanischen, portugiesischen und lateinamerikanischen Geschichte, darunter Spaniens Geschichte seit dem Bürgerkrieg (1988); Der Krieg in Spanien 1936-1939 (1991); España y Alemania en la Edad Contemporánea (1992), Spanien heute – Politik, Wirtschaft, Kultur (1998).

Jaime CaminoJaime Camino (geb. 1936 in Barcelona)

Der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent studierte Jura und ist Klavier- und Musiklehrer. Neben Drehbüchern schreibt Camino Romane (mit La Coraza kam er in die Endauswahl des Premio Nadal) und Filmkritiken. In seinen Filmen beschäftigt er sich stark mit der Analyse des Spanischen Bürgerkriegs. 1963 dreht er seinen ersten Spielfilm Los felices 60 . Zudem engagiert er sich in der „Escuela de Barcelona“, einer Gruppe junger Regisseure, die das Kino unter Franco zu erneuern suchte und sich an die Nouvelle Vague Frankreichs anlehnte. Mit seinem Film España otra vez (1969) nähert sich Camino dem Bürgerkrieg aus der Perspektive der Sieger und jener der Besiegten gleichzeitig, in der Dokumentation La vieja memoria (1977) verarbeitet er mit Kriegsteilnehmern geführte Interviews. Weitere Filme von Camino sind: Las largas vacaciones del 36 (1976), El largo invierno (1991), Los niños de Rusia (2002).

Rafael ChibresRafael Chirbes (geb. 1949 in Valencia)

Der Schrifsteller studierte Moderne und Zeitgenössische Geschichte in Madrid, arbeitete später im Bereich der Literaturkritik und des Journalismus. Sein erster Roman Mimoun kam in die Endauswahl des Premio Herralde de Novela (1988). Mit seinen Romanen La larga marcha (1996, deutsche Übersetzung Der lange Marsch ), La caída de Madrid (2000, deutsche Übersetzung: Der Fall von Madrid ) und Los viejos amigos (2003, deutsche Übersetzung: Alte Freunde) verfasst er eine Trilogie über Menschen im Spanien der Bürgerkriegs- und Nachkriegszeit. In Los viejos amigos schließlich blicken Freunde, die sich in der Kriegszeit gegen Franco auflehnten, auf Ideale von damals zurück. Als weitere Romane von Chirbes liegen vor: En la lucha final (1991), La buena letra (2002, Die schöne Schrift), Los disparos del cazador (1994, Der Schuss des Jägers).

Carlos ElordiCarlos Elordi

Carlos Elordi ist Journalist. Er war als Redakteur der Wochenzeitungen Triunfo und La Calle sowie als Chefredakteur der Monatszeitschrift Mayo tätig. Seit 1985 ist er spanischer Korrespondent von La Repubblica und Mitarbeiter bei El País. Carlos Elordi hat mehrere Bücher veröffentlicht, darunter Los años difíciles. El testimonio de los protagonistas anónimos de la Guerra Civil y la Posguerra (2002, ‘Die schwierigen Jahre. Das Zeugnis namenloser Protagonisten des Spanischen Bürgerkriegs und der Nachkriegszeit ') und Antes de que el tiempo muera en nuetros brazos (1996, ‘Bevor die Zeit in unseren Armen stirbt').

Bernd FaulenbachBernd Faulenbach (geb. 1943 in Pyritz, Pommern)

Bernd Faulenbach ist Historiker. Er studierte Geschichtswissenschaft, Germanistik, Politikwissenschaft, Philosophie und Pädagogik. Nach der Absolvierung des Staatsexamens für das höhere Lehramt promovierte er, um daraufhin eine Lehrtätigkeit an der Fachhochschule Dortmund aufzunehmen und später als Assistent und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität tätig zu sein. Seit 1993 ist Bernd Faulenbach Honorarprofessor an der Ruhr-Universität Bochum. Seine Forschungschwerpunkte sind vielfältige Themen der Sozial- und Zeitgeschichte, darunter Oral History, Lebensgeschichte und Geschichtsbewusstsein, Erinnerungskulturen in Deutschland und in Europa. Bernd Faulenbach hat sich zudem durch seine Tätigkeit in der Museen- und Gedenkstättenarbeit hervorgetan und Diskussionsbeiträge u.a. im Rahmen des "Historikerstreits" und der Holocaust-Mahnmal-Debatte geliefert.

Joschka FischerJoschka Fischer (geboren 1948 in Gerabronn/Baden Württemberg)

Joschka Fischer ist Aussenminister der Bundesrepublik Deutschland. 1946 muss er mit seiner Familie Budapest verlassen, 1965 bricht er seine Schulausbildung ab. Als Mitglied der militanten Gruppe "Revolutionärer Kampf" beteiligt sich Fischer an Demonstrationen und Straßenschlachten, es kommt zu Anklagen und Haft. Ende der 70er Jahre wendet sich Fischer von den radikalen politischen Gruppierungen ab, um sich 1982 den Grünen anzuschliessen. Von 1983 bis 1985 ist Fischer Mitglied des Innenausschusses und Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen-Fraktion. Er zählt zu den tonangebenden Mitgliedern des "realpolitischen" Flügels der Partei und macht sich als provokanter Redner im Bundestag einen Namen. Als von 1985 bis 1987 in Hessen eine rot-grüne Koalitionsregierung gebildet wird, wird er Staatsminister für Umwelt und Energie und stellvertretendes Mitglied des Bundesrats und hiermit bundesweit das erste Kabinettsmitglied der Grünen. Nach seiner Amtsentlassung 1987 wird er 1991 stellvertretender Ministerpräsident und Staatsminister für Umwelt, Energie und Bundesangelegenheiten in Hessen, ein Amt von dem er jedoch bald zurücktritt, um sich ganz in der Bundespolitik engagieren zu können. Nach den Bundestagswahlen 1998 wird Joschka Fischer als Vizekanzler und Außenminister im Kabinett der rot-grünen Koalition vereidigt.

Norbert FreiNorbert Frei (geb. 1955 in Frankfurt am Main)

Norbert Frei studierte Neuere Geschichte, Politik-und Kommunikationswissenschaften in München und absolviert eine Redaktionsausbildung an der Deutschen Journalistenschule, wo er 1979 promoviert. Später ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte in München tätig, 1985/86 Fellow der Harvard-University. 1995 habilitiert Norbert Frei an der Universität Bielefeld und wird im selben Jahr Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Von 1997 bis 2005 ist der Historiker Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum und folgt später einem Ruf an die Friedrich-Schiller-Universität Jena. Norbert Frei ist außerdem in verschiedenen Beiräten aktiv, so seit 1999 als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Kuratoriums der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora und von 2003 bis 2004 als Mitglied der Gutachtenkommission der Stadt München für ein NS-Dokumentationszentrum. Zu seinen Veröffentlichungen zählen Journalismus im Dritten Reich (1989); Vergangenheitspolitik. Die Anfänge der Bundesrepublik und die NS-Vergangenheit (1999); Der Führerstaat. Nationalsozialistische Herrschaft 1933 bis 1945 (2002), und, soeben erschienen, 1945 und wir. Das Dritte Reich im Bewusstsein der Deutschen (2005).

Juan GoytisoloJuan Goytisolo (geb. 1931 in Barcelona)

Juan Goytisolo ist Schriftsteller. Seine Veröffentlichungen wurden unter der Franco-Diktatur von 1963 bis 1975 verboten. 1957 geht Goytisolo ins Exil nach Frankreich, wo er vorwiegend lebte; von 1969 bis 1975 nimmt er Dozentenstellen für Literatur an Universitäten in Kalifornien, Boston und New York an. Als erste Romane Goytisolos liegen Juegos de manos (1954, Falschspieler ) und Duelo en el Paraíso (1955) vor. Es folgen u.a. Señas de identidad (1966, Identitätszeichen), eines seiner meistgeschätzten Werke, Reivindicación del conde don Julián (1970, Rückforderung des Conde Don Julián) und El sitio de los sitios (1995, Das Manuskript von Sarajewo), das den Krieg in Yugoslawien behandelt. In Coto vedado (1985, Jagdverbot. Eine spanische Jugend ) und En los reinos de Taifa (1986) berichtet Goytisolo mit polemischem Unterton aus seinem eigenen Leben. Desweiteren ist Goytisolo Herausgeber zahlreicher kritischer Essays. 1985 erhält er den Premio „Europalila“ für sein Gesamtwerk, 1993 den Nelly-Sachs-Preis. 2004 wird er mit dem Premio Juan Rulfo ausgezeichnet. Juan Goytisolo lebt heute in Marrakesch.

Joachim GauckJoachim Gauck ( geb. 1940 in Rostock)

Joachim Gauck ist Politiker. 1958 beginnt er mit dem Studium der Theologie in Rostock, 1965 tritt er der Evanglisch-Lutheranischen Kirche Mecklenburgs bei. Von 1982 bis 1990 ist er als Direktor in der Kirchentagsarbeit in Mecklenburg tätig. 1989/90 Mitinitiator der kirchlichen und politischen Protestbewegung in Mecklenburg, dann Mitglied des “Neuen Forum” in Rostock. 1990 wird Joachim Gauck Leiter des "Sonderausschusses zur Kontrolle der Auflösung des MfS/AfNS", später in eben dieser Funktion Mitinitiator des Stasiunterlagen-Gesetzes der Volkskammer und 1991 "Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR". Er wird mit der Theodor-Heuss-Medaille und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Neben vieler andere Veröffentlichungen liegt von ihm vor: Die Stasi Akten. Das unheimliche Erbe der DDR (1991). Joachim Gauck wendet sich dezidiert gegen den Wunsch "die Vergangenheit ruhen zu lassen", da der Abschluss der Beschäftigung mit der Geschichte der DDR seiner Meinung nach auf eine "Verabredung des allgemeinen Vergessens" hinausliefe. Joachim Gauck ist Vorsitzender des Vereins "Gegen Vergessen - Für Demokratie".

Günter GrassGünter Grass (geb. 1927 in Danzig)

Günter Grass ist nicht nur Schrifsteller und Essayist, sondern auch Graphiker und Bildhauer. Nach Jugendjahren im Dritten Reich und Einsatz als Soldat absolviert er eine Steinmetzlehre und beginnt 1947 mit dem Studium der Malerei und Bildhauerei. Sein Roman Die Blechtrommel (1959) zeichnet ein Doppelbild der deutschen Nazi- und Nachkriegszeit und gehört zur Weltliteratur. Gemeinsam mit der Novelle Katz und Maus (1961) und Hundejahre (1963) bildet er die Danziger Trilogie, in der Grass Massensuggestion, Kriegswahn und Vergangenheitsverleugnung kritisiert. In den 60er Jahren ist Grass im Wahlkampf für Willy Brandt aktiv und äußert sich immer wieder politisch mit offenen Briefen und Reden. Von 1982 bis 1993 ist er Mitglied der SPD, im Zuge der Wiedervereinigung löst er eine heftige Debatte aus. 1999 wird Grass in Anerkennung seines Erzählwerkes und seiner Rolle als politischer Intellektueller der Nobelpreis für Literatur verliehen. Als weitere Werke Günter Grass' liegen u.a. vor: Der Butt (1977), Die Rättin (1986). Im Krebsgang (2002) erzählt die Geschichte des Unterganges des deutschen Lazarett- und Kasernenschiffes Gustloff, der sich im Januar 1945 ereignete.

Santos JuliáSantos Juliá (geb. 1940 in Ferrol)

Santos Juliá ist Professor für Sozialgeschichte und “Pensamiento Político” an der Fernuniversität UNED. Er ist Autor zahlreicher Werke zur Politik- und Sozialgeschichte Spaniens des 20. Jahrhunderts, unter denen sich Una biografía política (1990), Los socialistas en la política española (1997), Un siglo de España. Política y sociedad (1999) und La violencia política en la España del siglo XX (2000) befinden. Für El País arbeitet er als Kommentator innenpolitischer Themen.

Imre Kertész ( geb. 1929 in Budapest)

Imre Kertész ist Schriftsteller. Er wurde im Juli 1944 nach Auschwitz deportiert, im April 1945 aus dem KZ Buchenwald befreit. 1948 machte er Abitur und fand eine Anstellung als Journalist; seit 1953 ist er als freier Schriftsteller in Budapest tätig. 1960 beginnt er mit der Arbeit an seinem Roman Roman eines Schicksallosen, der nach jahrelangen erfolglosen Versuchen 1975 in Ungarn veröffentlicht wird und erst mit der zweiten Auflage 1985 literarische Beachtung findet. Seinen Lebensunterhalt verdiente Imre Kertész hauptsächlich durch seine Arbeit als Übersetzer, wobei er Werke von Friedrich Nietzsche, Sigmund Freud, Hugo von Hofmannsthal, Elias Canetti, Ludwig Wittgenstein, Joseph Roth, Arthur Schnitzler und Tankred Dorst ins Ungarische übertrug. Als Roman eines Schicksalslosen 1995 in der deutschen Neuübersetzung erscheint, wird es als literarisches Ereignis gefeiert und verhilft Imre Kertész zu seinem internationalen Durchbruch. Zusammen mit Fiasko (2000) und Kaddisch für ein nichtgeborenes Kind (1992) ergibt er die sogenannte "Trilogie der Schicksallosigkeit". Nach zahlreichen weiteren Veröffentlichungen und Auszeichnungen erhält Imre Kertész im Herbst 2002 den Nobelpreis für Literatur "für ein schriftstellerisches Werk, das die zerbrechliche Erfahrung des Einzelnen gegenüber der barbarischen Willkür der Geschichte behauptet".

Annette LeoAnnette Leo (geb. 1948 in Düsseldorf)

Annette Leo hat Geschichte und Romanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert. Nach der Promotion ist sie als Journalistin und Historikerin tätig. Sie realisiert Interviews mit Zeitzeugen über Verfolgung und Widerstand während des Nationalsozialismus, seit 1990 kreist ihre Arbeit um die Auseinandersetzung mit dem DDR-Antifaschismus. Annette Leo hat sich an der Neukonzeption der Brandenburgischen Gedenkstätten beteiligt und sich in ihrer Forschung und in ihren zahlreichen Publikationen auch im weiteren Sinn mit Erinnerung, Geschichtsbildern und Geschichtsbewusstsein beschäftigt. Zur Zeit ist Annette Leo freie Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin sowie Mitglied der Fachkommission der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und des Arbeitsausschusses der Stiftung Topografie des Terrors.

Jutta LimbachJutta Limbach (geb. 1934 in Berlin)

Jutta Limbach ist Juristin. Nach ihren Staatsexamina ist sie von 1963 bis 1966 als Akademische Rätin am Fachbereich Rechtswissenschaft der FU Berlin tätig. 1966 promoviert sie zu Theorie und Wirklichkeit der GmbH , 1971 folgt die Habilitation mit dem Thema Das gesellschaftliche Handeln, Denken und Wissen im Richterspruch . Ab 1972 ist Jutta Limbach Professorin am Fachbereich Rechtswissenschaften an der Freien Universität Berlin, von 1989 bis 1994 Senatorin für Justiz des Landes Berlin. Im März 1994 wird sie zur Vizepräsidentin des Bundesverfassungsgerichts und Vorsitzenden des Zweiten Senats ernannt. Es folgt im selben Jahr bis 2002 die Präsidentschaft des Bundesverfassungsgerichts. Am 17. Januar 2002 wird Jutta Limbach zur Präsidentin des Goethe-Instituts gewählt. Im Jahr 2005 erhält sie den Louise-Schröder-Preis.

Reyes MateReyes Mate (geb. 1942 bei Valladolid)


Reyes Mate studierte in Paris, Rom, Münster und Madrid und ist Gründungsmitglied des Instituts für Philosophie in Madrid, dem er von 1990 bis 1998 als dessen Direktor vorsteht. Reyes Mate leitet das Projekt zur Enciclopedia Iberoamericana de Filosofía (einer Iberoamerikanischen Enzyklopädie der Philosophie) und gehört zur Forschungsgruppe der Filosofía después del Holocausto , einem Projekt, das sich der ‘Philosophie nach dem Holocaust' widmet. Reyes Mate gehört dem Conseil Scientifique du Collège International de Philosophie in Paris an. Regelmässig schreibt er für El País und El periódico de Cataluña , und ist zudem Verfasser selbständiger Publikationen wie etwa: Modernidad, razón y religión (1986), La razón de los vencidos (1990), Memoria de Auschwitz. Actualidad moral y política (2003).

Erik MeyerErik Meyer (geb. 1968 in Frankfurt am Main)

Erik Meyer hat Politikwissenschaft, Neuere Geschichte und Philosophie in Gießen studiert und ist Gründungsmitglied der AG für Sozialwissenschaftliche Politik-, Kultur- und Kommunikationsforschung (www.spokk.de). Von 1995 bis 1998 ist er Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung, 1999 bis 2000 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen tätig.
Erik Meyer promoviert 1999 und ist ab 2000 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sonderforschungsbereich “Erinnerungskulturen” an der JLU Giessen. Erik Meyers Forschungsschwerpunkte sind politische Kommunikation, politische Soziologie posttraditionaler Vergemeinschaftungsformen und Cultural Studies. Neben vielen weiteren Publikationen zum Thema Erinnerungspolitik und -kultur hat Erik Meyer mit Claus Leggewie zusammen das Kompendium “Ein Ort an den man gerne geht”. Das Holocaust-Mahnmal und die deutsche Geschichtspolitik nach 1989 (2005) vorgelegt, das alle auch irrläufigen Aspekte und Stationen der Mahnmal-Debatte und -Realisierung bis zum Beginn des Gedenkjahres versammelt. Bezüglich weiterer Information siehe www.memorama.de

César Antonio MolinaCésar Antonio Molina (geb. 1952 in La Coruña)

César Antonio Molina hat Jura und Informationswissenschaften studiert. Nach seiner Promotion, die in drei Bänden publiziert wurde, ist er als Professor für Literaturwissenschaft an der Universidad Complutense und als Professor für Journalismus en der Universidad Carlos III tätig gewesen. Zudem hat er sich als Koordinator an der Sommeruniversität von El Escorial hervorgetan. In den Jahren 1985 bis 1996 ist er Stellvertretender Direktor von 'Cambio 16' und 'Diario 16' gewesen, und Verantwortlicher der Kultur- und Literaturressorts ebendort. 1996 zum Leiter des ‘Círculo de Bellas Artes' ernannt, übernimmt er 2004 die Leitung des Instituto Cervantes. César Antonio Molina ist Autor einer Vielzahl von Büchern, in erster Linie von Essays, Lyrik und Prosa. Seine Gedichte wurden in zahlreichen Anthologien veröffentlicht und in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Miguel Ángel MoratinosMiguel Ángel Moratinos (geb. 1951 in Madrid)

Miguel Ángel Moratinos hat Jura und Politikwissenschaft studiert. Früh hat er bereits die diplomatische Laufbahn eingeschlagen und ist in diplomatischen Niederlassungen Spaniens in Yugoslawien, Marokko und Israel tätig gewesen, worauf ein Einsatz als Botschafter Spaniens in Israel sowie als Sondergesandter der Europäischen Union im Nahost-Konflikt folgt. Im Jahr 2004 wird er als Abgeordneter in den Congreso de Córdoba gewählt, und noch im selben Jahr zum Aussenminister Spaniens ernannt.

Alberto Reig TapiaAlberto Reig Tapia

Alberto Reig Tapia ist Profesor für Politikwissenschaften an der Universität Rovira i Virgili in Tarragona. Nach dem Studium der Neueren Geschichte ist er zuvor als Dozent an der Universidad Complutense in Madrid sowie als Dozent für Spanische Gegenwartsgeschichte an der Universität von New York tätig gewesen. Reig Tapia ist Spezialist für Politische Pädagogik und schreibt regelmäßig für El País; zudem beteiligt er sich rege an einer Internet-Debatte zur Geschichte des Spanischen Bürgerkrieges. Alberto Reig Tapia ist außerdem Autor mehrerer Bücher, unter denen sich Violencia y terror (1990, ‘Gewalt und Terror') sowie Memoria de la Guerra Civil. Los mitos de la tribu (1999, ‘Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg. Mythen eines Stammes') befinden, zwei Publikationen, die einen wesentlichen Beitrag zum kritischen Verständnis des Spanischen Bürgerkrieges geleistet haben.

José María RidaoJosé María Ridao (geb. 1961 in Madrid)

José María Ridao ist Schriftsteller und Diplomat. Er studierte Arabische Philologie und Jura und ist von 1987 an als Diplomat in Angola, Russland, Ecuatorial- Guinea und Frankreich tätig. Ridao veröffentlichte u.a. den Roman Agosto en el paraíso (1998), die Erzählungen Excusa para el doctor Huarte (1999), sowie die Essay-Sammlung Contra la historia (2000). Seine Zeitungsartikel sind in La desilusión permanente (2000) zusammengefasst worden. Ridao ist spanischer UNESCO-Botschafter in Paris.

Ingo SchulzeIngo Schulze (geb. 1962 in Dresden)

Ingo Schulze ist Schriftsteller. Er studierte von 1983 bis 1988 Klassische Philologie in Jena und war danach bis 1990 als Dramaturg am Landestheater in Altenburg tätig, worauf eine Tätigkeit als Journalist folgte. 1995 erscheint sein Buch '33 Augenblicke des Glücks', 1998 'Simple Storys'. 'Simple Storys', ein im Stile von 'Short Cuts' aus verschiedenen Einzelgeschichten zusammengesetzter Roman, macht ihn über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Der Text erzählt von den Gewinnern und Verlierern der deutschen Wiedervereinigung und siedelt seine Geschichten in der ostdeutschen Provinz an. Ingo Schulze ist mit mehreren Preisen ausgezeichnet worden und lebt seit Mitte der 90er Jahre in Berlin.

Jorge SemprúnJorge Semprún (geb. 1923 in Madrid)


Jorge Semprún ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Politiker. Gemeinsam mit seiner Familie verlässt er Spanien zum Ende des Bürgerkrieges, und findet in Frankreich eine neue Heimat. Dort studiert er Philosophie an der Sorbonne. Er schliesst sich der Résistence an und wird von den Nazis nach Buchenwald verschleppt. Dort erleidet er zwei Jahre Gefangenschaft. Nach seiner Befreiung tritt er noch im Exil der Kommunistischen Partei Spaniens bei und reist mehrmals unter einem Decknamen in seine ehemalige Heimat ein. 1964 wird er von der Partei ausgeschlossen und beginnt seine literarische Karriere. Zu seinen Romanen, die autobiographische Züge aufweisen, zählen El largo viaje (1963, Die große Reise), Autobiografía de Federico Sánchez (1977, Federico Sánchez. Eine Biographie), Aquel domingo (Was für ein schöner Sonntag (1980) sowie sein jüngstes Werk Veinte años y un día (Zwanzig Jahre und ein Tag (2004). Semprún wird u.a. mit dem Premio Formentor (1964), dem Premio Planeta (1977), dem Premio Fémina (1995), dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1994) sowie der Goethe-Medaille (2003) ausgezeichnet. Von 1988 bis 1991 ist Semprún auf Einladung Felipe Gonzáles spanischer Kulturminister. Jorge Semprún lebt in Frankreich.

Emilio SilvaEmilio Silva (geb. 1965 in Elizondo, Provinz Navarra)

Emilio Silva ist Soziologe und Journalist. Er beteiligt sich am Aufbau der Asociación para la Recuperación de la Memoria Histórica. Mit seinem Buch Las fosas de Franco. El descubrimiento de las fosas de víctimas de la Guerra Civil , das in Zusammenarbeit mit Santiago Macías Pérez im Jahr 2003 erschienen ist, erzählt er vom Schicksal seines Großvaters. Dieser wurde mit 13 weiteren Männern 1936 Opfer einer von Falangisten unternommenen Massenerschießung und endete in einem jener Massengräber, die im Jahr 2000 nach 64 Jahren geöffnet wurden.

Ignacio SoteloIgnacio Sotelo (geb. 1936 in Madrid)

Der Politologe und Schriftsteller wurde 1936 in Madrid geboren und studierte Philosophie, Geisteswissenschaften und Jura in Madrid. Unter dem Franco-Regime wird er 1957 wegen Kontakts zu der sozialdemokratischen Partei angeklagt und verlässt daraufhin zwei Jahre später Spanien. Zuerst lebt er in Paris, später in Deutschland. 1965 erhält er an der Universität Köln seinen Doktortitel. Er arbeitet in mehreren lateinamerikanischen Ländern. Seit 1973 ist er Professor für Politikwissenschaften an der FU Berlin. Im demokratischen Spanien wird er Mitglied der föderalen Komission und Kultursekretär der PSOE. Sotelo ist Mitglied der Europäischen Akademie für Wissenschaft und Kunst und schreibt regelmäßig für El País. Veröffentlichungen von ihm liegen zu soziologischen, politikwissenschaftlichen und kulturkritischen Themen vor, darunter: Sartre y la razón dialéctica (1967), Sociología de América Latina (1972) und Socialistas en el poder (1986).

Harald WelzerHarald Welzer
(geb. 1958)

Harald Welzer ist Soziologe und Sozialpsychologe. Als Leiter der Forschungsgruppe "Erinnerung und Gedächtnis" am Kulturwissenschaftlichen Institut (Essen) des Wissenschaftszentrums Nordrhein-Westfalen hat er zudem eine Forschungsprofessur an der Universität Witten-Herdecke inne. Zu Welzers Arbeitsschwerpunkten zählen die Erinnerungs-, Gedächtnis- und Tradierungsforschung sowie die Psychologische Holocaust- und Gewaltforschung. Als Publikationen des Autors liegen u.a. vor: Das kommunikative Gedächtnis. Eine Theorie der Erinnerung (2002) und in Zusammenarbeit mit Sabine Moller und Karoline Tschuggnall: Opa war kein Nazi. Nationalsozialismus und Familiengedächtnis (2002).

 
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