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Filmreihe im Kino Arsenal
28. Mai - 3. Juni


Anläßlich des vom Instituto Cervantes und vom Goethe-Institut veranstalteten Symposiums mit dem Titel „Kultur des Erinnerns – Vergangenheitsbewältigung in Spanien und Deutschland“ (26.–28. Mai) zeigen wir einige aktuelle Filme aus beiden Ländern, die sich dem Umgang mit der Vergangenheit widmen: dem Spanischen Bürgerkrieg und der Transición (Übergang von der Franco-Diktatur zur Demokratie) einerseits sowie der Aufarbeitung des Nationalsozialismus und der deutsch-deutschen Wiedervereinigung andererseits.

28.5., 19 Uhr: Eröffnung in Anwesenheit des Regisseurs
Los niños de Rusia, Die Kinder Russlands
Jaime Camino, Spanien 2001, OmU, 93 min

Während des spanischen Bürgerkrieges wurden Tausende von Kindern in verschiedene Länder evakuiert, um sie von den Kriegsfolgen fernzuhalten. Mit dem Sieg Francos und dem Einmarsch der Deutschen in Russland wird eine Rückkehr unmöglich. Jaime Camino widmet sich in seinem Film 'Los niños de Rusia' dem Schicksal dieser Kinder, deren Rückkehr nach Spanien erst 1956 nach einer Einigung beider Regierungen offiziell erlaubt wurde.

29.5., 21 Uhr:
Rejas en la memoria – Concentration Camps in Spain
Manuel Palacios, Spanien 2004, OmE, 84 min

Nach der Diktatur Francos erlebte Spanien einen friedlichen Übergang zur Demokratie, der durch die Ablehnung einer Debatte über die Ereignisse des Bügerkrieges und der Aufarbeitung der Vergangenheit ermöglicht wurde. Die Besiegten konnten damit nicht in das kollektive demokratische Gedächtnis Spaniens eingehen. Der Dokumentarfilm Rejas en la memoria von Manuel Palacios beleuchtet die Situation der Gefangenen in Francos Konzentrations- und Arbeitslagern anhand von unveröffentlichten Quellen und zahlreichen Interviews mit ehemaligen Zwangsarbeitern und lässt damit die Vergessenen zu Wort kommen.

31.5., 21 Uhr:
Francesc BoixFrancesc Boix, un fotógrafo en el infierno, The Photographer in Hell: Francisco Boix
Llorenc Soler, Spanien 2002, OmE, 56 min

Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte Francisco Boix', eines Fotografen, der während des spanischen Bürgerkrieges in das Konzentrationslager Mauthausen deportiert wurde. Von seinen über 2000 in dem Lager erstellten Fotografien, die er ausschleusen konnte, dienten später einige als Beweismaterial für die Nürnberger Prozesse.

1.6., 21 Uhr:
2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiss
2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weissMalte Ludin, D 2005, 87 min

Malte Ludin schildert in seinem Dokumentarfilm den Umgang seiner Familie mit der Vergangenheit seines Vaters, einem NS-Verbrecher, der 1947 zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. Obwohl seine Nachforschungen teilweise auf Widerstände stoßen, gelingt es ihm, anhand dreier Generationen das Bild einer “Täter-Familie” zu zeichnen. Der Film verfolgt einen familiären Umgang mit der NS-Zeit, und insbesondere die Verdrängung von Schuld.

2.6., 19 Uhr:
Der irrationale Rest
Der irrationale RestThorsten Trimpop, D 2005, 95 min

1987 versucht Suses Freund Matthias erfolglos zusammen mit deren bester Freundin Susanne aus der DDR zu fliehen. Erst sechzehn Jahre später treffen die Figuren wieder aufeinander; soviel sie einst verband, trennt sie jetzt. Der Film begleitet die drei Personen an die Orte ihrer gemeinsamen Vergangenheit: der Prozess der Erinnerung und der Versuch, die Vergangenheit zu rekonstruieren, stehen dabei im Mittelpunkt.

3.6., 19.30 Uhr:
Mein Leben Teil 2
Mein Leben Teil 2Angelika Levi, D 2003, 93 min

Angelika Levi rekonstruiert anhand von Gegenständen, Fotos, Tagebüchern und Briefen, die ihr ihre Mutter hinterlassen hat, deren Lebensweg: diese überlebte die Nazizeit, wanderte nach Chile aus und arbeitete dort als Botanikerin. “Mein Leben Teil 2” ist ein Film über die Präsenz von Geschichte in der Gegenwart, ein unsentimentales Porträt und eine aufschlussreiche Selbstreflexion.

Eine Veranstaltung der Freunde der Deutschen Kinemathek e.V./Kino Arsenal in Zusammenarbeit mit dem Instituto Cervantes und dem Goethe-Institut.

Ausführliche Informationen entnehmen Sie bitte dem Monatsprogramm des Kinos Arsenal oder der Website www.fdk-berlin.de. Kartenvorbestellungen unter Tel.: 269 55 100.

Kino Arsenal

Filmhaus am Potsdamer Platz
Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin
Telefon: 269 55 100
U-Bahn / S-Bahn Potsdamer Platz; Bus M41, 148, 200
www.fdk-berlin.de
Eintritt: 6 Euro; Mitglieder 4 Euro; Sammelkarte für Mitglieder (8 Vorstellungen) 24 Euro

 
© Instituto Cervantes 2005