Carlos Monsiváis: Identitäten Mexikos
Carlos Monsiváis im Gespräch mit Günther Maihold
LITERATUR/LITERATURA


Mittwoch, 2. Juni, 19.30 Uhr
Miércoles, 2 de junio, 19.30h
Instituto Cervantes
Eintritt: € 5,-/ 4,-(erm.) / Entrada: € 5,-/ 4,-(reducida)
Spanisch und Deutsch / Español y alemán

Grußwort: Carlos Rincón
In Zusammenarbeit mit dem Ibero-Amerikanischen Institut (IAI) Berlin,
dem Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin und der Heinrich-Böll-Stiftung.

Vier Jahre nachdem Vicente Fox die siebzigjährige Dauerherrschaft der „Partei der Institutionellen Revolution“ (PRI) beendete, scheint der Glanz des Epochenwandels einer allgemeinen Ernüchterung gewichen. Das von der neuen Regierung initiierte Reformklima hat zwar gesellschaftlich deutliche Spuren hinterlassen, doch die hohen Erwartungen an ökonomisches Wachstum und eine Verbesserung der Lebensbedingungen für die breite Bevölkerung blieben weitgehend unerfüllt. Carlos Monsiváis nähert sich vor diesem Hintergrund der Frage nach den Identitäten Mexikos. Das zweischneidige Verhältnis zu den USA beeinflusst das Selbstbild der Mexikaner ebenso wie die neue Aufmerksamkeit, die der geographischen Peripherie und den marginalisierten Ethnien seit dem Zapatistenaufstand 1994 zuteil wird.

Carlos Monsiváis (1938, Mexiko-Stadt) hat wie kaum ein anderer das Alltagsleben und die gesellschaftliche Entwicklung Mexikos begleitet und dokumentiert. Der Essayist und Journalist hat sich als Analytiker der mexikanischen Geschichte und Gegenwart international profiliert. Fast täglich meldet er sich in den Medien mit trockenem Humor und einer Spur Zynismus zu Wort. 1977 erhielt er den mexikanischen Nationalpreis für Journalismus und 1989 den Literaturpreis Mazatlán. Günther Maihold leitet das Ibero-Amerikanische Institut in Berlin.

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