| Carlos Monsiváis: Identitäten
Mexikos Carlos Monsiváis im Gespräch mit Günther Maihold |
LITERATUR/LITERATURA |
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Vier Jahre nachdem Vicente Fox die siebzigjährige Dauerherrschaft der
„Partei der Institutionellen Revolution“ (PRI) beendete, scheint der
Glanz des Epochenwandels einer allgemeinen Ernüchterung gewichen. Das
von der neuen Regierung initiierte Reformklima hat zwar gesellschaftlich
deutliche Spuren hinterlassen, doch die hohen Erwartungen an ökonomisches
Wachstum und eine Verbesserung der Lebensbedingungen für die breite
Bevölkerung blieben weitgehend unerfüllt. Carlos Monsiváis nähert sich
vor diesem Hintergrund der Frage nach den Identitäten Mexikos. Das zweischneidige
Verhältnis zu den USA beeinflusst das Selbstbild der Mexikaner ebenso
wie die neue Aufmerksamkeit, die der geographischen Peripherie und den
marginalisierten Ethnien seit dem Zapatistenaufstand 1994 zuteil wird. |
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