WOHER DIE KLÄNGE KOMMEN
Fátima Miranda zu Gast im Instituto Cervantes
Dienstag, 29. Juni, 18.00 Uhr
Martes, 29 de junio, 18.00 h
Moderation: Matthias Osterwold
Instituto Cervantes, Rosenstr. 18-19
Reservierungen unter Tel. 030/25 76 18 -23
Eintritt 5/4 € (ermäßigt)
Fátima Miranda spricht im Instituto Cervantes darüber, wie sie ihre einzigartigen
Klänge produziert, über ihre Herangehensweise und ihre Auffassung vom
Wesen des Gesangs. Das Publikum hat an diesem Abend Gelegenheit, ihre
Stimme zu hören und im Gespräch mit Matthias Osterwold eine der faszinierendsten
und vielseitigsten Persönlichkeiten in der vokalen Performancekunst näher
kennen zu lernen.
SOLO VOICE
Fátima Miranda bei Mundstücke
Donnerstag 1. Juli, 20.00 Uhr
Jueves, 1 de julio, 20.00 h
Moderation: Elke Moltrecht
Hau 1, Stresemannstr. 29, 10963 Berlin
Reservierungen unter Tel. 030/259 00 427
Eintritt 9/6 € (ermäßigt)
Performances an den Rändern von Sprache und Musik – Mundstücke zeigt in
aktuellen Arbeiten die große Bandbreite der Sound- und Lautpoesie. Bei
dieser Poesie-Form wird die Live-Präsenz von Körper und Stimme durch den
Einsatz audio-visueller Technik zum Gesamtkunstwerk. In ihrem Programm
Solo Voice zeigt Fátima Miranda ihr phänomenales Repertoire an stimmlichen
Techniken und darstellerischen Mitteln, die ihre Performances einzigartig
machen. Miranda benutzt ihre Stimme nicht nur zum Sprechen und Singen,
sondern auch wie ein körpereigenes Perkussions- und Blasinstrument. In
ihrem multimedialen Gesamtkunstwerk, in dem Musik und Video, Gestik und
Mimik, Licht, Kostüm und Maske zu einer Einheit werden, gelingt es ihr,
Menschen für neue Erfahrungen zu öffnen, das Tiefste in ihnen zu berühren.
Es treten außerdem auf: Charles Amirkhanian (USA) und Christian Ide Hintze
(Österreich)
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Fátima Miranda ist seit den 90er Jahren eine der außergewöhnlichsten
und begabtesten Erscheinungen in der spanischen Musik und Performancekunst,
die ihren Körper in ein unerhörtes Laboratorium von Stimmen und Klängen
verwandelt. Sie verfügt nicht nur über ein phänomenales, fünf Oktaven
umfassendes Stimmvolumen, sondern auch über eine geradezu akrobatische
Virtuosität: Mühelos gestaltet sie sowohl höchste, glasklare Töne als
auch wilde, animalische Laute oder Schreie. Doch Fátima Miranda arbeitet
nicht nur mit dem Klang, sondern auch und vor allem mit dessen Aura
und Magie. Fátima Miranda studierte Kunstgeschichte, bevor sie Ende
der 70er Jahre mit der aktiven Musikausübung begann. Sie gab Seminare
zur Kunst der Avantgarde und leitete von 1982 bis 1989 die Musikbibliothek
der Complutense-Universität in Madrid, wo sie das erste inter- nationale
Klangarchiv Spaniens einrichtete. Für ihre Arbeit, die sie in ihrem
Buch Die Phonothek veröffentlichte, erhielt sie 1985 den spanischen
Nationalpreis für Kultur und Kommunikation. Ihre musikalische Laufbahn
begann 1979 bei einem Weltmusik-Workshop mit Llorenç Barber; 1986 gründete
sie mit ihm und dem Lautpoeten Bartolomé Ferrando das „Flatis Vocis
Trio“. 1987 ging sie nach Paris, studierte Belcanto sowie Obertongesang
und arbeitete intensiv mit dem französischen Komponisten Jean-Claude
Eloy zusammen. Ihr Katalog mit eigenen Vokaltechniken beinhaltet neben
selbstgefundenen Techniken wie die „voz cristal“ auch die klangmalerischen
Laute und Geräusche, bei denen ihre Stimme zum Schlagzeug- und Blasinstrument
wird, sowie Ableitungen aus verschiedenen ethnischen Gesangspraktiken
wie z.B. Flamenco, dem balearischen „chant redoblado“ oder dem mongolischen
Obertongesang „Xöömij“.
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