| KIKO VENENO – mit Charlie Cepeda, Gitarre |
MUSIK/MÚSICA |
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“Ich bin
noch immer nicht politisch korrekt. Stellt euch mal vor, wie ich erst
mit 25 Jahren war! Man sagte mir, ich sei meiner Zeit voraus.” So schrieb
der spanische Sänger und Texter Kiko Veneno (geb. 1952, Figueres) in einem
Manifest anlässlich seiner “Befreiung” aus den Klauen der kommerzorientierten
Musikindustrie. Die Loslösung vom Majorlabel brachte ihn damals zu seinen
Wurzeln zurück.
Für einen cantautor (Textschreiber, Sänger und Musiker in einem) wie Kiko Veneno sind Unabhängigkeit und die Freiheit von jeglichem Druck bei der Arbeit unveräußerliche Grundvoraussetzungen. In ganz Lateinamerika und Spanien stehen die cantautores für dichterische Freiheit und musikalische Individualität. Ursprünglich stark politisch motiviert, zeichnen sich ihre Lieder häufig durch Gesellschaftskritik und Gefühlsbetontheit aus. Angehörige aller Generationen hören im spanischsprachigen Kulturraum die Lieder von Ana Belén, Pedro Guerra, Pablo Milanés, Albert Pla, Silvio Rodriguez und Joan Manuel Serrat. In den 70-er Jahren wurden Kiko Veneno und seine damalige Band Veneno zu Pionieren des Flamenco-Rock. Sie übernahmen Stilmittel des Punk, der gerade in Großbritannien entstanden war, und verbanden sie mit Elementen des traditionellen Flamenco. Nach der Auflösung der legendären Band entstand die Gruppe Pata Negra, gleichzeitig startete Kiko Veneno seine Solokarriere. Mit "Volando Voy" schrieb er dem verstorbenen Flamenco-Star Camarón de la Isla einen seiner berühmtesten Songs ("La leyenda del tiempo", 1979). Sein eigener endgültiger Durchbruch als Sänger gelang Kiko Veneno 1992 mit dem Album "Échate un cantecito“. Obwohl Zeitkritik ein zentrales Element seiner Texte und Musik bildet, ist Kiko Veneno zeitlos. In seinen locker und fröhlich präsentierten Stücken setzte er sich kontinuierlich mit Politik und Musikindustrie auseinander, porträtiert aber auch immer wieder leichte Mädchen, Gauner und andere Vorstadthelden. Mit seinen rockigen Flamencorhythmen begeistert er bereits die dritte Generation. Im vergangenen Jahr schaffte es seine Platte "Veneno" (1977) an die Spitze der 100 besten Aufnahmen spanischer Musik. Neu ist das "Unplugged"-Format, in dem Kiko Veneno (Gitarre, Gesang) nun auf Deutschlandtournee kommt: Begleitet nur von Charlie Cepeda präsentiert der Star-cantautor des Flamenco-Rock erstmals einen Querschnitt durch seine Karriere in intimen akustischen Versionen. Kiko Venenos CDs sind über das Internet erhältlich (www.kikoveneno.net). |
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"te hecho de menos"
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