| Daniel Innerarity, Volker Rühle: Politische Kultur im Wandel La transformación de la política |
GESELLSCHAFT /SOCIEDAD
|
|---|---|
| Freitag, 6. Februar, 19.30 Uhr Viernes, 6 de Febrero, 19.30 h. Instituto Cervantes Eintritt frei/ Entrada libre Spanisch und Deutsch / Español y alemán |
|
| Wie können wir mit herkömmlichen Begriffen soziale und politische Wirklichkeiten darstellen und erklären? Wie stellt sich Macht in den Bildern dar, die wir als Informationsgesellschaften produzieren? "Politk war noch nie so machtlos" wie heute. Politik sei in Verruf geraten, "nicht aufgrund autoritärer Handlungsweisen, sondern aufgrund der Diskrepanz zwischen dem, was getan werden müßte und dem, was getan wird, der Diskrepanz zwischen Worten und Tatsachen." Daniel Innerarity analysiert in seinem Essay La transformación de la política, worin sich die Entwicklung dieses Machtverlusts äußert. Er fragt nicht mehr danach, ob unsere herkömmlichen Begriffe ausreichen, um politische und gesellschaftliche Realitäten zu beschreiben und zu erklären, sondern geht direkt auf die Ursachen und Merkmale der Krise ein. Für ihn resultiert die “politische Müdigkeit" nicht aus dem "Desinteresse an einem öffentlichen Gut", sie erfolge aus Verzweiflung darüber, etwas mit der traditionellen Politik anfangen zu müssen. Politiker hätten ihre Diskurse und Handlungen nicht an die sozialen Gegenbenheiten angepasst. Daniel Innerarity (1954, Bilbao) ist Professor für Geschichte und Philosophie an der Universität Zaragoza und studierte in der Schweiz, Italien, Spanien und München. Innerarity schreibt u.a. für El País und El Correo. Für La transformación de la política wurde er mit dem Premio Miguel de Unamuno 2002 sowie dem Premio Nacional de Ensayo 2003 ausgezeichnet. Volker Rühle (1955) ist Dozent am Lehrstuhl für Philosophie der Universität Hildesheim und ein angesehener Kenner der aktuellen spanischen Philosophie. |
|