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| 18.
Juni - 13. August 2004 Mo - Do 12-19 Uhr, Fr 12-18 Uhr / Eintritt frei |
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Von
einem autoritären Regime in Armut und Angst gehalten, von einer allmächtigen
Kirche gemaßregelt und vom Ausland völlig abgeschottet, lebten
die Spanier noch lange nach dem Ende des Bürgerkriegs wie unter einer
Käseglocke. In den 50er Jahren begann die Bevölkerung in den
Metropolen Madrid und Barcelona zaghaft, sich kleine Freiheiten zu erobern
und ihr Leben selbstbewusster zu gestalten. Wie ein Seismograf dokumentiert Francesc Català-Roca (1922-1998) in seinen Fotografien einen Alltag, in dem die ersten Boten von Modernität und Fortschritt zu spüren sind. Die eindringlichen Bilder von eleganten Straßenszenen und dem auf der anderen Seite immer noch harten Alltag in der Stadt sowie die grandiosen architektonischen Aufnahmen sind eine Hommage an zwei Städte, die so nicht mehr existieren. Darüber hinaus geben sie ein einzigartiges Zeugnis über den Anfang vom Ende der bleiernen Zeit Spaniens. Francesc Català-Roca (1922-1998) war der Sohn eines Fotografen, der für die Republik kämpfte. Im Alter von zwanzig Jahren arrangierte er sich mit dem Regime: Um seine „rote“ Herkunft vergessen zu machen, meldete er sich freiwillig zum Militär. Weil er sich von der Politik fernhielt, konnte er freier als andere fotografieren, manchmal auch an der Zensur vorbei. Juan Manuel Bonet (Paris, 1953) ist Autor, Kunstkritiker und Kurator verschiedener Ausstellungen inner- und außerhalb Spaniens. Er veröffentlichte neben Gedichten und Essays den umfangreichen Diccionario de las Vanguardias de España (1995), ein Lexikon über die spanische Avantgarde. Bis 2004 war er Direktor des Museo Reina Sofía in Madrid, vorher leitete er das IVAM, das Museum für zeitgenössische Kunst in Valencia. |
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